Klimaschutz,fest in der Branche verankert.
Die Initiative Klimaschutz Holzindustrie des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH) unterstützt Unternehmen dabei, ihre Treibhausgasemissionen zu erfassen, Reduktionen systematisch zu planen und Fortschritte nachvollziehbar zu machen.

Haben Sie die Branchean Ihrer Seite.
Die Initiative Klimaschutz Holzindustrie ist ein Projekt des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH). Die Initiative bringt Unternehmen der Holzindustrie in einem gemeinsamen Rahmen zusammen. Sie schafft Orientierung für eine belastbare Klimaschutzstrategie – vom ersten Überblick über die eigenen Emissionen bis zur Zertifizierung als klimaneutrales Unternehmen.
Emissionen verstehen
Eine unternehmensbezogene Treibhausgasbilanz zeigt, wo relevante Emissionen entstehen und welche Bereiche für die weitere Reduktion maßgeblich sind.
Reduktion gezielt planen
Auf Grundlage der Bilanz wird ein Reduktionsplan mit einem konkreten Ziel, Zielhorizont und Maßnahmen für die wesentlichen Emissionsbereiche entwickelt.
Fortschritt sichtbar machen
Bilanz, Reduktionsziele und Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. Wesentliche Ergebnisse werden transparent dargestellt.

Was wird zertifiziert?
Zertifiziert wird das Unternehmen innerhalb der festgelegten organisatorischen und operativen Systemgrenzen.
Grundlage ist eine Treibhausgasbilanz, für die relevante Emissionsquellen aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 identifiziert und bewertet werden. Welche Emissionskategorien verpflichtend berücksichtigt werden, richtet sich unter anderem nach ihrer Wesentlichkeit für die Zertifizierung, ihrer Zuordenbarkeit zum Unternehmen und der Verfügbarkeit belastbarer Daten.
Der Reduktionsplan baut auf dieser Bilanz auf. Er beschreibt das Basisjahr, das Reduktionsziel, den Zielhorizont und die wesentlichen Maßnahmen. Diese werden auf die relevanten Emissionsbereiche ausgerichtet und nach erwarteter Wirkung sowie technischer und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit priorisiert.
Für die Zertifizierung „Klimaneutrales Unternehmen“ kommt der Nachweis hinzu, dass die verbleibenden Emissionen des jeweiligen Bilanzjahres durch die Stilllegung anerkannter Klimaschutzzertifikate bilanziell ausgeglichen wurden. Die Aussage bezieht sich ausschließlich auf die innerhalb der Zertifizierung erfassten Emissionen und ist keine Aussage über physische Emissionsfreiheit.

Klimaschutz Holzindustrie
Dieser Weg richtet sich an Unternehmen, die ihre Emissionen strukturiert erfassen, Reduktionsziele festlegen und ihren Klimaschutz nachvollziehbar weiterentwickeln möchten.
Die Teilnahme umfasst:
eine Treibhausgasbilanz innerhalb definierter Systemgrenzen
einen Reduktionsplan mit Ziel, Zielhorizont und konkreten Maßnahmen
regelmäßiges Monitoring des Reduktionsfortschritts
transparente Darstellung wesentlicher Ergebnisse
das Recht zur Nutzung des Labels „Klimaschutz Holzindustrie – Eine Initiative des HDH. Teilnehmendes Unternehmen.“

Klimaneutrales Unternehmen
Unternehmen können innerhalb der Initiative zusätzlich die Zertifizierung „Klimaneutrales Unternehmen“ anstreben.
Neben Treibhausgasbilanz und Reduktionsplan werden dabei die im jeweiligen Bilanzjahr verbleibenden Emissionen innerhalb der festgelegten Systemgrenzen bilanziell ausgeglichen. Dafür werden anerkannte Klimaschutzzertifikate in entsprechender Höhe dauerhaft stillgelegt.
Vermeidung und Reduktion stehen dabei immer an erster Stelle. Der bilanzielle Ausgleich ergänzt die eigenen Klimaschutzmaßnahmen, ersetzt sie aber nicht.
Diese Unternehmen machen es vor.
Gemeinsam mit unseren Kooperations- und Förderpartner bündelt die Initiative Branchenwissen und Nachhaltigkeitskompetenz.









































































































































































































Ihr Weg zur Zertifizierung
Wir begleiten Sie von der Festlegung des Bilanzrahmens bis zur Zertifizierung.
Erstgespräch und Projektstart
Wir klären Unternehmensstruktur, Standorte, vorhandene Daten und Zielsetzung. Auf dieser Grundlage werden die organisatorischen und operativen Systemgrenzen festgelegt.
CO₂-Bilanz erstellen
Wir erfassen und berechnen Ihre unternehmensbezogenen Treibhausgasemissionen. Die Datenerhebung erfolgt strukturiert, nachvollziehbar und mit Blick auf technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit.
Emissionstreiber auswerten
Wir analysieren die wesentlichen Emissionsquellen und leiten daraus zentrale Handlungsfelder ab. So erkennen Sie, wo Reduktionsmaßnahmen besonders relevant sind.
Reduktionsplan entwickeln
Gemeinsam entwickeln wir einen pragmatischen Reduktionsplan mit Zielen, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Zeiträumen. Der Plan ist auf Fortschreibung ausgelegt und wird regelmäßig überprüft.
Verbleibende Emissionen adressieren und Zertifizierung abschließen
Für die im Bilanzjahr verbleibenden Emissionen wird die ordnungsgemäße Stilllegung der erforderlichen Klimaschutzzertifikate nachgewiesen. Anschließend werden Treibhausgasbilanz, Reduktionsplan, Reduktionsmaßnahmen und Kompensationsnachweise nach dem festgelegten Verfahren bewertet. Die Zertifizierungsentscheidung erfolgt auf Grundlage der dokumentierten Bewertungsergebnisse. Bei den Teilnehmern erfolgt der letzte Schritt ohne Kompensation.
So wird das Zertifizierungssystem überprüft.
Die Vergabegrundlage wurde unter Berücksichtigung der international anerkannten Grundsätze der ISO 14068-1 und des Greenhouse Gas Protocol entwickelt. Verbindlich für die Zertifizierung sind die in der Vergabegrundlage definierten Anforderungen und Bewertungskriterien.
Der TÜV SÜD überwacht das Zertifizierungssystem im Rahmen einer unabhängigen Prüfung. Dabei wird überprüft, ob die Anforderungen der Vergabegrundlage sowie die festgelegten Prüf- und Zertifizierungsverfahren ordnungsgemäß angewendet werden. Zusätzlich umfasst die Systemüberwachung eine Stichprobe von mindestens zehn Prozent der Zertifizierungsentscheidungen des jeweiligen Berichtszeitraums.
Die Zertifizierung eines einzelnen Unternehmens erfolgt auf Grundlage der Vergabegrundlage und des dokumentierten Prüfverfahrens.
Erkenntnisse aus der Systemüberwachung fließen in die Weiterentwicklung des Zertifizierungssystems ein.
Jetzt Teil der Initiative werden
Sie überlegen, ob die Initiative für Ihr Unternehmen passt? Lassen Sie uns sprechen – ganz unverbindlich.
Was wollen Sie wissen?
Die Initiative richtet sich an Unternehmen der Holzindustrie. Eine Mitgliedschaft im HDH oder einem seiner Mitgliedsverbände ist keine Voraussetzung.
Teilnehmende Unternehmen erstellen eine Treibhausgasbilanz und einen verbindlichen Reduktionsplan. Für die Zertifizierung „Klimaneutrales Unternehmen“ werden zusätzlich die verbleibenden Emissionen des jeweiligen Bilanzjahres innerhalb der definierten Systemgrenzen durch anerkannte Klimaschutzzertifikate bilanziell ausgeglichen.
Für die Treibhausgasbilanz werden relevante Emissionskategorien aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 identifiziert und bewertet.
Welche Kategorien verpflichtend in die Zertifizierung einbezogen werden, richtet sich insbesondere nach der Wesentlichkeit der Emissionen, ihrer Zuordenbarkeit zum Unternehmen, der Verfügbarkeit belastbarer Daten und der Möglichkeit, sie durch unternehmerische Entscheidungen zu beeinflussen.
Der Reduktionsplan legt das Basisjahr, das Reduktionsziel, den Zielhorizont und die wesentlichen Maßnahmen des Unternehmens fest.
Der Fortschritt wird regelmäßig überprüft. Mindestens alle zwei Jahre werden Treibhausgasbilanz und Reduktionsplan aktualisiert beziehungsweise überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben.
Die eingereichten Daten, Unterlagen und Nachweise werden nach einem standardisierten Verfahren bewertet.
Gegenstand der Bewertung sind insbesondere die Treibhausgasbilanz innerhalb der definierten Systemgrenzen, die Zielsetzung und Qualität des Reduktionsplans sowie die Umsetzung und Nachvollziehbarkeit der Reduktionsmaßnahmen. Die Zertifizierungsentscheidung erfolgt auf Grundlage der dokumentierten Bewertungsergebnisse.
Das Zertifizierungssystem wird jährlich durch eine unabhängige Stelle überprüft.
Der TÜV SÜD überwacht das Zertifizierungssystem im Rahmen einer unabhängigen Prüfung. Dabei wird überprüft, ob die Anforderungen der Vergabegrundlage sowie die festgelegten Prüf- und Zertifizierungsverfahren ordnungsgemäß angewendet werden. Die Systemüberwachung umfasst die Vergabegrundlage, die angewandten Prozesse sowie mindestens zehn Prozent der Zertifizierungsentscheidungen des jeweiligen Berichtszeitraums.
Die Zertifizierung eines einzelnen Unternehmens erfolgt auf Grundlage der Vergabegrundlage und des dokumentierten Prüfverfahrens.
Die zugrunde liegenden Daten müssen mindestens alle zwei Jahre aktualisiert werden. Im Rahmen der Rezertifizierung werden die Treibhausgasbilanz, der Reduktionsfortschritt und der Reduktionsplan erneut überprüft. Bei wesentlichen strukturellen Veränderungen kann eine frühere Neubewertung erforderlich sein.