Klimaneutrales Unternehmen zertifiziert durchdie Gesellschaft Klimaschutz München
Die H&G Entsorgungssysteme GmbH ist als „Klimaneutrales Unternehmen“ zertifiziert. Auf dieser Seite werden die wesentlichen Grundlagen und Ergebnisse der Zertifizierung transparent dargestellt.

Zum Unternehmen
H&G Entsorgungssysteme GmbH
Die H&G Unternehmensgruppe entwickelt und fertigt seit über 60 Jahren Entsorgungs- und Stahllösungen am Standort Burbach-Niederdresselndorf im Siegerland. Rund 150 Mitarbeitende realisieren Schneckenverdichter, Unterflursammelbehältersysteme, Container und Sonderbehälter sowie großformatige Stahlformelemente und Kunstobjekte. H&G gilt als technologischer Spezialist für hocheffiziente Verdichtungstechnik und ist mit Produkten in mehr als 35 Ländern vertreten. Als inhabergeführtes Familienunternehmen verbindet H&G Handwerk und Ingenieurskunst mit einem klaren Nachhaltigkeitsfokus. Seit 2023 ist die Gruppe als klimaneutral zertifiziert. Eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk erzeugen zusammen rund 590.000 kWh Strom pro Jahr und decken etwa 60 Prozent des Eigenbedarfs, der Rest stammt aus Ökostrom.
Lützelner Straße 46, D-57299 Burbach
Metallgewerbe
+49 (0)2736 5096-0
info@hg-systems.com
Label-Informationen

Klimaneutrales Unternehmen
G0109N25
H&G Entsorgungssysteme GmbH
01.01.2025
31.12.2026

Was bedeutet klimaneutrales Unternehmen?
Die Zertifizierung „Klimaneutrales Unternehmen“ folgt einem klar definierten Verfahren auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München.
Die Zertifizierung basiert auf drei Elementen: einer unternehmensbezogenen Treibhausgasbilanz innerhalb definierter Systemgrenzen, einem Reduktionsplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen sowie dem bilanziellen Ausgleich der im jeweiligen Bilanzjahr verbleibenden Emissionen durch die Stilllegung anerkannter Klimaschutzzertifikate. Dafür durchläuft jedes Unternehmen ein unabhängiges Prüfverfahren.
Die erklärte Klimaneutralität bezieht sich ausschließlich auf die innerhalb der Vergabegrundlage definierten Systemgrenzen. Sie bezeichnet einen bilanziellen Ausgleich und keine physische Emissionsfreiheit.
Die Vergabegrundlage orientiert sich an international anerkannten Grundsätzen wie ISO 14068-1 und dem Greenhouse Gas Protocol. Die Zertifizierung wurde durch den TÜV SÜD extern geprüft und validiert.
Warum uns Klimaschutz wichtig ist:
Nachhaltiges Unternehmertum bedeutet für uns, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen, die uns zur Verfügung stehen. Das gilt sowohl für Investitionen, die wir tätigen, als auch für natürliche Ressourcen, die wir verbrauchen – und natürlich für die Menschen, die hier in der Region leben und arbeiten.

Alexandra Henrich, COO H&G
Wie wurde zertifiziert?
Die Zertifizierung folgt einem klar definierten Verfahren. Grundlage sind die Treibhausgasbilanz, ein Reduktionsplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen sowie der bilanzielle Ausgleich verbleibender Emissionen.
Teilnahmeentscheidung
Das Unternehmen verpflichtet sich zur regelmäßigen Treibhausgasbilanzierung, zur Umsetzung eines Reduktionsplans und zur Einhaltung der Vergabegrundlage.
Treibhausgasbilanz
Die relevanten Emissionen aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 werden innerhalb der festgelegten Systemgrenzen erfasst.
Reduktionsplan
Das Unternehmen definiert Reduktionsziele und konkrete Maßnahmen zur Verringerung seiner Emissionen.
Verbleibende Emissionen
Die im Bilanzjahr verbleibenden Emissionen werden durch anerkannte Klimaschutzprojekte bilanziell ausgeglichen.
Prüfung
Treibhausgasbilanz, Reduktionsplan und Nachweise werden in einem Prüfverfahren bewertet.
Labelvergabe
Nach erfolgreicher Prüfung erhält das Unternehmen die Zertifizierung, die Urkunde und das Recht zur Nutzung des Labels.
Rezertifizierung
Treibhausgasbilanz und Reduktionsplan werden mindestens alle zwei Jahre aktualisiert und erneut geprüft.
Treibhausgasbilanz
| Bereich | Emissionen (t CO₂e) | Anteil an Gesamtemissionen |
|---|---|---|
| Scope 1 | 394,83 | 38,88 % |
| Scope 2 | 0,19 | 0,02 % |
| Scope 3 | 620,47 | 61,10 % |
| Gesamtbilanz | 1.015,49 | 100% |
Die Treibhausgasbilanz erfasst die relevanten Treibhausgasemissionen des Unternehmens innerhalb der definierten organisatorischen und operativen Systemgrenzen. Die Berechnung erfolgt nach den Anforderungen der Vergabegrundlage und orientiert sich am Greenhouse Gas Protocol.
Berücksichtigt werden direkte Emissionen des Unternehmens, Emissionen aus dem Bezug von Energie sowie weitere relevante Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, soweit sie für die unternehmensbezogene Klimaschutzleistung maßgeblich sind.
Berücksichtigt wurden unter anderem folgende Wirkungskategorien:
Verbrauchsmaterialien und Frischwasser
Papier- und Druckartikel
Kapitalgüter
Vorgelagerte energiebezogene Emissionen
Austauschlogistik
Abfallaufkommen im Unternehmen
Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen
Pendeln und Homeoffice der Arbeitnehmer
Vorprodukte, Dienstleistungen, Ein- und Ausgangslogistik, sowie nachgelagerte Aktivitäten wurden in dieser Bilanzierung noch nicht berücksichtigt.
Fortschritt gegenüber dem Basisjahr
Gegenüber dem Basisjahr 2022 haben sich die Treibhausgasemissionen der Muster GmbH um -89,27 % verändert. Im aktuellen Berichtszeitraum wurden insbesondere Maßnahmen in den Bereichen Zugekaufter Strom, Eingekaufte Güter und Dienstleistungen sowie Transport und Distribution (vorgelagert) umgesetzt. Weitere Schritte sind im Reduktionsplan festgelegt.
Reduktionsplan
Auf Grundlage der Treibhausgasbilanz hat das Unternehmen einen Reduktionsplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen erarbeitet. Die Maßnahmen werden an den wesentlichen Emissionsbereichen ausgerichtet und nach Wirksamkeit, technischer Machbarkeit und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit priorisiert.
Der Reduktionsplan wird regelmäßig überprüft und mindestens alle zwei Jahre bei Bedarf fortgeschrieben.

Unterstützte Klimaschutzprojekte
Trotz konsequenter Reduktionsmaßnahmen lassen sich heute noch nicht alle Treibhausgasemissionen vollständig vermeiden. Die im Bilanzjahr verbleibenden Emissionen werden deshalb im Rahmen der Zertifizierung bilanziell durch anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
Nachfolgend sind die Klimaschutzprojekte aufgeführt, über die die verbleibenden Emissionen des Unternehmens bilanziell ausgeglichen wurden.
Anzahl der Zertifikate:
1.016 (jeweils 1 t CO₂e pro Zertifikat)
Geförderte Projekte:
339 Zertifikate: Windenegrie, TALAS DE MACIEL II WIND FARM, Uruguay, (Verified Carbon Standard (VCS), Projekt-ID: VCS 1289)
339 Zertifikate: Wasserkraft, SOUBRE HYDROPOWER PROJECT, Elfenbeinküste, (Verified Carbon Standard (VCS), Projekt-ID: VCS 1522)
338 Zertifikate: Waldschutz, THE MAI NDOMBE REDD+ PROJECT, Kongo, (Verified Carbon Standard (VCS & CCBS), Projekt ID: 934)
Stilllegungsnachweis:
Vergabegrundlage
Die Zertifizierung erfolgt auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München. Sie definiert die Anforderungen an die Treibhausgasbilanz, den Reduktionsplan, den bilanziellen Ausgleich verbleibender Emissionen sowie den Ablauf des Zertifizierungsverfahrens.
Die eingereichten Daten, Unterlagen und Nachweise werden in einem standardisierten Verfahren geprüft. Zusätzlich wird das Zertifizierungssystem regelmäßig durch unabhängige Dritte überwacht.
Häufige Fragen zur Zertifizierung
Die Zertifizierung bestätigt, dass das Unternehmen eine Treibhausgasbilanz innerhalb definierter Systemgrenzen erstellt, einen Reduktionsplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen festgelegt und die im Bilanzjahr verbleibenden Emissionen bilanziell ausgeglichen hat.
Die Klimaneutralität bezieht sich auf die im Rahmen der Zertifizierung erfassten Emissionen. Sie bezeichnet einen bilanziellen Ausgleich und keine physische Emissionsfreiheit.
Berücksichtigt werden die Emissionen, die für die Klimabilanz des Unternehmens wesentlich sind. Dazu werden die relevanten Emissionskategorien aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 innerhalb der festgelegten Systemgrenzen ermittelt.
Der Reduktionsplan legt das Basisjahr, das Reduktionsziel, den Zielhorizont und die wesentlichen Maßnahmen des Unternehmens fest. Er wird regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. Der jeweils gültige Plan ist auf dieser Seite öffentlich zugänglich.
Klimaschutzprojekte dienen dem bilanziellen Ausgleich der Emissionen, die im Bilanzjahr innerhalb der definierten Systemgrenzen verbleiben. Die eingesetzten Emissionsgutschriften stammen aus anerkannten Qualitätsstandards und werden dauerhaft stillgelegt.
Die Treibhausgasbilanz, der Reduktionsplan, die dokumentierten Reduktionsmaßnahmen und der bilanzielle Ausgleich verbleibender Emissionen werden anhand der eingereichten Unterlagen in einem standardisierten Verfahren bewertet. Die Zertifizierungsentscheidung basiert auf den dokumentierten Prüfungsergebnissen.
Der TÜV SÜD überwacht das Zertifizierungssystem im Rahmen einer unabhängigen Prüfung. Dabei wird überprüft, ob die Anforderungen der Vergabegrundlage sowie die festgelegten Prüf- und Zertifizierungsverfahren ordnungsgemäß angewendet werden. Die Zertifizierung eines einzelnen Unternehmens erfolgt auf Grundlage der Vergabegrundlage und des dokumentierten Prüfverfahrens.
Die Zertifizierung ist zeitlich befristet. Spätestens nach zwei Jahren werden die Treibhausgasbilanz und der Reduktionsplan aktualisiert, der Reduktionsfortschritt überprüft und der bilanzielle Ausgleich erneut nachgewiesen.