Klimaneutales Unternehmen zertifiziert durchdie Gesellschaft Klimaschutz München
Zertifizierungsinformationen der Schinko GmbH


Zum Unternehmen
Schinko GmbH
Die Schinko GmbH ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Sitz in Neumarkt im Mühlkreis (Oberösterreich) und hat rund 150 Beschäftigte. Seit der Gründung im Jahr 1990 als Hersteller für Sonderlösungen im Schaltschrankbau hat sich das Unternehmen heute als Komplettanbieter etabliert, der alle Schritte von Design über Konstruktion bis hin zur Produktion und sogar Montage fertiger Maschinen aus einer Hand anbietet. Verwurzelt in der Region, verpflichtet der Zukunft: Schinko steht für gelebte Regionalität und echte Bodenständigkeit. Seit 2014 bilanziert das Unternehmen jährlich seine CO2-Emissionen und hat sich auch strategisch der Nachhaltigkeit verschrieben. Das bestätigt das zertifizierte Umweltmanagementsystem nach ISO 14001.
Schinko GmbH, Matzelsdorf 60, 4212 Neumarkt i.M., Österreich
Metallgewerbe
+43 7941 6906
info@schinko.at
Label-Informationen

Klimaneutrales Unternehmen
G0105N25
Schinko GmbH
01.01.2026
31.12.2026

Was bedeutet klimaneutrales Unternehmen?
„Klimaneutrales Unternehmen“ ist eine Zertifizierung der Gesellschaft für Klimaschutz München. Sie richtet sich an Unternehmen, die über ihre eigenen Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen hinaus einen Beitrag leisten möchten.
Das Prinzip: In regelmäßigen Abständen, spätestens alle zwei Jahre, wird eine Treibhausgasbilanz in Anlehnung an die Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols erstellt und auf dieser Basis Reduktionsmaßnahmen definiert. Erfasst werden Emissionen aus Scope 1 und Scope 2 sowie ausgewählte Scope-3-Emissionen gemäß den Vorgaben der Vergabegrundlage. Das Unternehmen leistet einen finanziellen Beitrag in anerkannte internationale Klimaschutzprojekte in Höhe der Emissionen aus Scope 1, Scope 2 sowie folgenden Scope-3-Kategorien: Eingekaufte Güter und Dienstleistungen (nur: Verbrauchsmittel, Frischwasser, Papier- und Druckerzeugnisse), Kapitalgüter, vorgelagerte energiebezogene Emissionen, Transport, vorgelagerte Verteilung (nur: Austauschlogistik), Abfallaufkommen, Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen sowie Pendeln der Mitarbeitenden.
Wie wurde zertifiziert?
Die Labelvergabe folgt einem klar strukturierten Prozess. Von der Erstellung einer CO₂-Bilanz über die Definition von Reduktionsmaßnahmen, sowie die monetäre Unterstützung von Klimaschutzprojekten bis hin zur regelmäßigen Aktualisierung werden alle Schritte transparent gestaltet. So wird sichergestellt, dass das Label „Klimaneutrales Unternehmen“ für glaubwürdigen Klimaschutz und nachweisbare Fortschritte steht.
Teilnahmeentscheidung
Das Unternehmen verpflichtet sich zu regelmäßiger CO₂-Bilanzierung sowie zur Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen.
Erstellung der CO₂-Bilanz
Erfassung der Treibhausgasemissionen nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHGP) – inkl. Scope 1, Scope 2 und ausgewählter oder aller Scope-3-Kategorien.
Definition von Maßnahmen
Auf Basis der CO₂-Bilanz legt das Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Emissionsminderung fest. Diese Maßnahmen sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Initiative.
Prüfung und Freigabe
Die Bilanz und die Maßnahmenplanung werden anhand der Vergabekriterien geprüft und freigegeben.
Klimaschutzprojekte unterstützen
Das Unternehmen engagiert sich zusätzlich durch freiwillige finanzielle Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte. Diese Maßnahme ergänzt die eigene Klimastrategie.
Labelvergabe & Kommunikation
Nach erfolgreicher Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen erhält das Unternehmen das Label „Klimaneutrales Unternehmen“ und kann die Teilnahme sowie die Fortschritte transparent kommunizieren.
Regelmäßige Aktualisierung
Mindestens alle zwei Jahre wird die CO₂-Bilanz aktualisiert, die Fortschritte dokumentiert und die Labelnutzung bestätigt.
Treibhausgasbilanz
| Bereich | Emissionen (t CO₂e) | Anteil an Gesamtemissionen |
|---|---|---|
| Scope 1 | 370,16 | 6,95 % |
| Scope 2 | 1,05 | 0,02% |
| Scope 3 | 4.957,18 | 93,03% |
| Gesamtbilanz | 5.328,39 | 100% |
Die Treibhausgasbilanzierung des Unternehmens erfolgte in Anlehnung an das international anerkannte Greenhouse Gas Protocol. Berücksichtigt wurden sämtliche Emissionen aus Scope 1 (direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie) sowie die Kategorien aus Scope 3, die in den Vergabekriterien der Gesellschaft für Klimaschutz München definiert und nachfolgend aufgelistet sind:
Eingekaufte Güter und Dienstleistungen
Kapitalgüter
Vorgelagerte energiebezogene Emissionen
Transport und Distribution (vorgelagert)
Abfallaufkommen im Unternehmen
Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen
Pendeln und Homeoffice der Arbeitnehmer
Die nachgelagerten Aktivitäten wurden in dieser Bilanzierung noch nicht berücksichtigt.
Umgesetzte und geplante Reduktionsmaßnahmen
Um seine Treibhausgasemissionen zu senken, hat das Unternehmen erste Maßnahmen realisiert und weitere eingeplant.
Geplant 2026 / 2027
Neubau einer Halle:
Reduktion des Flächenverbrauchs durch effiziente Nutzung Flächen
Verbesserte Wärmedämmung der Halle über gesetzliche Normen
Dachbegrünung
Montage neuer PV-Anlagen
Geplant 2026 / 2027
Gasreduktion durch neue Beschichtung (Technikerneuerung / Wärmerückgewinnung)
Umstellung: Warmwasserboiler von Gas auf Strom
Ausbau der PV-Anlagen damit Ausbau des Grünstroms
Umgesetzt 2025
Dachbegrünung der Hallen
Umlaufverpackungen: Umstellung auf Kartonagen
Umgesetzt 2025
Renaturierung und Entsiegelung des Eingangsbereichs
Umgesetzt 2025
Bau eines Stromspeichers
Umgesetzt 2025
Einführung eines Energiemanagement-Systems:
Reduktion Energiebedarf für die Raum-Heizung
Effizienteres Steuern / Absenkung der Temperatur
Wärmerückgewinnung aus Kompressoren
Druckluftabschaltsystem

Unterstützte Klimaschutzprojekte
Das Unternehmen unterstützt ausgewählte Klimaschutzprojekte finanziell, basierend auf den Ergebnissen der eigenen CO₂-Bilanz. Gefördert werden Projekte in Höhe der Emissionen aus Scope 1, Scope 2 sowie der in der Vergabegrundlage definierten Scope-3-Kategorien. Die Kapitalgüter sowie die eingekauften Rohstoffe und Dienstleistungen wurden nicht klimaneutral gestellt. Alle Projekte entsprechen etablierten internationalen Standards wie Gold Standard, Verra (VCS) oder vergleichbaren Zertifizierungen, wodurch ihre Wirkung nachvollziehbar, überprüfbar und wirkungsvoll sichergestellt ist.
Anzahl der Zertifikate:
750 (jeweils 1 t CO₂e pro Zertifikat)
Geförderte Projekte:
Soubre Hydropower, Elfenbeinküste (Verified Carbon Standard (VCS), Projekt-ID: VCS 1522)
Bestätigung der Stilllegung
Hintergrund zur Zertifizierung
Zertifizierungstelle: Gesellschaft für Klimaschutz München – GKM GmbH
Die detaillierten Anforderungen an die Zertifizierung finden Sie in unserer Vergabegrundlage:
Fragen zur Zertifizierung:
„Klimaneutrales Unternehmen“ ist eine Zertifizierung der Gesellschaft Klimaschutz München. Sie richtet sich an Unternehmen, die ihre Treibhausgasemissionen umfassend bilanzieren, reduzieren und einen finanziellen Beitrag in Klimaschutzprojekte leisten.
Mindestens alle zwei Jahre wird dafür eine Treibhausgasbilanz nach dem Greenhouse Gas Protocol erstellt (Scope 1, Scope 2 sowie ausgewählte Scope-3-Kategorien). Auf dieser Grundlage setzen die Unternehmen Reduktionsmaßnahmen um. In Höhe der verbleibenden Emissionen leisten sie einen finanziellen Beitrag in anerkannte internationale Klimaschutzprojekte.
Alle Details sind in der Vergabeordnung beschrieben.
Die Bilanzierung erfolgt nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHGP). Erfasst werden alle Treibhausgase (CO₂, Methan, Distickstoffoxid, fluorierte Gase) aus Scope 1 (direkte Emissionen), Scope 2 (eingekaufte Energie) und ausgewählten oder allen Scope-3-Kategorien entlang der Wertschöpfungskette. So wird die Klimawirkung des Unternehmens abgebildet.
Je nach Bilanzierungsumfang können bestimmte Scope-3-Kategorien (z. B. Rohstoffe, Vorprodukte, nachgelagerte Aktivitäten) ausgeschlossen sein. Dies wird transparent ausgewiesen.
Mindestens alle zwei Jahre wird die CO₂-Bilanz erneuert.
Die Maßnahmen von Staaten allein reichen voraussichtlich nicht aus, um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Unternehmen können sich zusätzlich engagieren, indem sie einen finanziellen Beitrag in internationale Klimaschutzprojekte leisten.
Diese Projekte erzeugen nachweislich Emissionsminderungen oder -entnahmen, zum Beispiel durch erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder Aufforstung. Die Stilllegung der erworbenen Zertifikate wird in internationalen Registern dokumentiert. Die Qualität wird durch anerkannte Standards wie Gold Standard oder Verra (VCS) sichergestellt.