Zertifiziert im Rahmen derInitiative Klimaschutz Holzindustrie
Zertifizierungsinformationen der WINTER & FREIS GmbH & Co. KG

Zum Unternehmen
WINTER & FREIS GmbH & Co. KG
Das Familienunternehmen in vierter Generation stellt seit über 90 Jahren hochwertige und umweltfreundliche Holzverpackungen aller Art für die See-, Luft- und Straßenfracht her und exportiert weltweit. Die Produkte reichen von Paletten über Transportkisten bis zu Sonderverpackungen und entsprechen den HPE-Standards sowie einer hohen Qualität und Funktionalität. Der Umweltgedanke ist für das Unternehmen besonders wichtig: Deshalb werden hier nicht nur umweltschonende Verpackungen produziert, sondern auch der benötigte Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage bezogen. Auf diese Weise konnte die Winter & Freis GmbH & Co. KG seit 2010 jährlich 116 Tonnen CO2 einsparen. Weitere PV-Anlagen werden die Emissionen zukünftig weiter reduzieren.
Försterstr. 15, 85110 Kipfenberg
Hersteller für Verpackungsmittel, Lagerbehälter und Ladungsträger aus Holz
+49 8465 9413-0
info@winter-und-freis.de
Label-Informationen

Klimaschutz Holzindustrie
V0209S22
WINTER & FREIS GmbH & Co. KG
2022
31.12.2026

Was ist die Initiative Klimaschutz Holzindustrie?
Die Initiative Klimaschutz Holzindustrie ist ein Projekt des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH) und bringt Unternehmen der Holzindustrie in einem gemeinsamen Klimaschutzrahmen zusammen.
Im Rahmen der Initiative können teilnehmende Unternehmen die Zertifizierung „KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE - Eine Initiative des HDH. Teilnehmendes Unternehmen.“ erhalten. Die Zertifizierung folgt einem klar definierten Verfahren auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München.
Die Zertifizierung basiert auf einer unternehmensbezogenen Treibhausgasbilanz innerhalb definierter Systemgrenzen, die Festlegung und Verfolgung eines Reduktionsplans mit konkreten Reduktionszielen und Maßnahmen zur vorrangigen Vermeidung und Reduktion dieser Emissionen. Dafür durchläuft jedes Unternehmen ein unabhängiges Prüfverfahren.
Die Vergabegrundlage orientiert sich an international anerkannten Grundsätzen wie ISO 14068-1 und dem Greenhouse Gas Protocol. Die Zertifizierung wurde durch den TÜV SÜD extern geprüft und validiert.
Treibhausgasbilanz
| Bereich | Emissionen (t CO₂e) | Anteil an Gesamtemissionen |
|---|---|---|
| Scope 1 | 45,8 | 17,86% |
| Scope 2 | 52,37 | 20,42% |
| Scope 3 | 158,29 | 61,72% |
| Gesamtbilanz | 256,46 | 100% |
Die Treibhausgasbilanzierung des Unternehmens erfolgte gemäß dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHGP). Erfasst wurden sämtliche Emissionen aus Scope 1 (direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie). Darüber hinaus wurden alle Scope-3-Kategorien betrachtet und hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit bewertet. Die relevanten Kategorien wurden vollständig bilanziert und sind nachfolgend aufgeführt:
Eingekaufte Güter und Dienstleistungen
Kapitalgüter
Vorgelagerte energiebezogene Emissionen
Transport und Verteilung (vorgelagert)
Abfallaufkommen im Unternehmen
Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen
Pendeln und Homeoffice der Arbeitnehmenden
Transport und Verteilung (nachgelagert)
Nutzung verkaufter Produkte
Entsorgung verkaufter Produkte
Umgesetzte und geplanteMaßnahmen
Um seine Treibhausgasemissionen zu senken, hat das Unternehmen erste Maßnahmen realisiert und weitere eingeplant.
Abgeschlossen
Energieeffizienzberatung/-konzept (Senkung Gasverbrauch durch energieeffiziente Einstellung der Wärmepumpe)
Abgeschlossen
Aufbau / Ausbau Eigenstromerzeugung (PV P6)
Abgeschlossen
Umstellung auf Ökostrom
Abgeschlossen
Jobrad Angebot für Mitarbeitende
Abgeschlossen
Verbesserung Mülltrennung und Müllverwendung / Recycling (Mülltonnen in der ganzen Produktion zur Mülltrennung)
Abgeschlossen
Holzspäne aus eigener Produktion werden seit Mitte 2023 zu Holzbriketts gepresst (Leimfrei) und verkauft

Vergabegrundlage
Die Zertifizierung erfolgt auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München. Sie definiert die Anforderungen an die Treibhausgasbilanz und den Reduktionsplan, sowie die Bewertungskriterien als auch den Ablauf des Zertifizierungsverfahrens.
Das Zertifizierungssystem wird jährlich durch eine unabhängige Stelle überwacht. Dabei werden die Vergabegrundlagen und Prozesse vollständig überprüft.
Häufige Fragen zur Zertifizierung
Die Zertifizierung bestätigt, dass das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen systematisch erfasst, reduziert und transparent dokumentiert hat.
Die Mitgliedsunternehmen sind mit ihrer Mitgliedschaft Teil eines starken Branchennetzwerks und profitieren vom Austausch mit anderen Betrieben.
Berücksichtigt werden die Emissionen, die für die Klimabilanz des Unternehmens wesentlich sind. Dazu werden die relevanten Emissionskategorien aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 innerhalb der festgelegten Systemgrenzen ermittelt.
Der Reduktionsplan legt das Basisjahr, das Reduktionsziel, den Zielhorizont und die wesentlichen Maßnahmen des Unternehmens fest. Er wird regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. Der jeweils gültige Plan ist auf dieser Seite öffentlich zugänglich.
Die Treibhausgasbilanz, der Reduktionsplan und die dokumentierten Reduktionsmaßnahmen werden anhand der eingereichten Unterlagen in einem standardisierten Verfahren bewertet. Die Zertifizierungsentscheidung basiert auf den dokumentierten Prüfungsergebnissen.
Der TÜV SÜD überwacht das Zertifizierungssystem im Rahmen einer unabhängigen Prüfung. Dabei wird überprüft, ob die Anforderungen der Vergabegrundlage sowie die festgelegten Prüf- und Zertifizierungsverfahren ordnungsgemäß angewendet werden. Die Zertifizierung eines einzelnen Unternehmens erfolgt auf Grundlage der Vergabegrundlage und des dokumentierten Prüfverfahrens.
Die Zertifizierung ist zeitlich befristet. Spätestens nach zwei Jahren werden die Treibhausgasbilanz und der Reduktionsplan aktualisiert, der Reduktionsfortschritt überprüft und der bilanzielle Ausgleich erneut nachgewiesen.
