Klimaneutrales Unternehmen im Rahmender Initiative Klimaschutz Holzindustrie

Zertifizierungsinformationen der Lehrwerkstatt der Tischler-Innung Herford

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Unternehmen

Lehrwerkstatt der Tischler-Innung Herford

Die Tischler-Innung Herford ist eine Gemeinschaft von engagierten Betrieben, die sich gemeinsam für die Zukunft des Tischlerhandwerks stark macht. Sie unterstützt ihre Mitglieder bei allen Fragen rund um Ausbildung, Betriebsführung, Technik und Gestaltung und vertritt ihre Interessen gegenüber Politik und Gesellschaft. In enger Zusammenarbeit mit dem Fachverband des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen sorgt die Innung dafür, dass die wirtschaftliche und gestalterische Stärke des Handwerks erhalten bleibt. In der Wilhelm-Rieke-Bildungsstätte in Bünde befindet sich die Lehrwerkstatt der Innung. Dort erwerben jedes Jahr rund 120 bis 150 Auszubildende grundlegende Kenntnisse in der manuellen und maschinellen Holzbearbeitung. Neben den angehenden Tischlerinnen und Tischlern werden hier auch Holzmechaniker aus der Industrie geschult, was die enge Verbindung zwischen Handwerk, Ausbildung und regionaler Wirtschaft deutlich macht.

Hauptsitz

Rote Mühle 19, 32312 Lübbecke

Industrie

Tischlerei

Telefon

+49 5741 – 30187-0

Email

info@kh-witt.de

Label-Informationen

Label:

Klimaneutrales Unternehmen

Prüfnummer:

T0106N22

Erstellt für:

Lehrwerkstatt der Tischler-Innung Herford

Mitglied seit:

Seit 2022

Gültig bis:

31.12.2026

Aerial view of lush green mountains covered in mist, with winding roads and patches of sunlight on the landscape.

Was bedeutet klimaneutrales Unternehmen?

"Klimaneutrales Unternehmen" ist eine Zertifizierung im Rahmen der Initiative Klimaschutz Holzindustrie des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH), umgesetzt von der Gesellschaft für Klimaschutz München.

Sie folgt einem klar definierten Verfahren auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München.

Die Zertifizierung basiert auf drei Elementen: einer unternehmensbezogenen Treibhausgasbilanz innerhalb definierter Systemgrenzen, einem Reduktionsplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen sowie dem bilanziellen Ausgleich der im jeweiligen Bilanzjahr verbleibenden Emissionen durch die Stilllegung anerkannter Klimaschutzzertifikate. Dafür durchläuft jedes Unternehmen ein unabhängiges Prüfverfahren.

Die erklärte Klimaneutralität bezieht sich ausschließlich auf die innerhalb der Vergabegrundlage definierten Systemgrenzen. Sie bezeichnet einen bilanziellen Ausgleich und keine physische Emissionsfreiheit.

Die Vergabegrundlage orientiert sich an international anerkannten Grundsätzen wie ISO 14068-1 und dem Greenhouse Gas Protocol. Die Zertifizierung wurde durch den TÜV SÜD extern geprüft und validiert.

Wie wurde zertifiziert?

Die Labelvergabe folgt einem klar strukturierten Prozess. Von der Erstellung einer CO₂-Bilanz über die Definition von Reduktionsmaßnahmen, sowie die monetäre Unterstützung von Klimaschutzprojekten bis hin zur regelmäßigen Aktualisierung werden alle Schritte transparent gestaltet. So wird sichergestellt, dass das Label „Klimaneutrales Unternehmen“ für glaubwürdigen Klimaschutz und nachweisbare Fortschritte steht.

Teilnahmeentscheidung

Das Unternehmen verpflichtet sich zu regelmäßiger CO₂-Bilanzierung sowie zur Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen.

Erstellung der CO₂-Bilanz

Erfassung der Treibhausgasemissionen nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHGP) – inkl. Scope 1, Scope 2 und ausgewählter oder aller Scope-3-Kategorien.

Definition von Maßnahmen

Auf Basis der CO₂-Bilanz legt das Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Emissionsminderung fest. Diese Maßnahmen sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Initiative.

Prüfung und Freigabe

Die Bilanz und die Maßnahmenplanung werden anhand der Vergabekriterien geprüft und freigegeben.

Klimaschutzprojekte unterstützen

Das Unternehmen engagiert sich zusätzlich durch freiwillige finanzielle Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte. Diese Maßnahme ergänzt die eigene Klimastrategie.

Labelvergabe & Kommunikation

Nach erfolgreicher Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen erhält das Unternehmen das Label „Klimaneutrales Unternehmen“ und kann die Teilnahme sowie die Fortschritte transparent kommunizieren.

Regelmäßige Aktualisierung

Mindestens alle zwei Jahre wird die CO₂-Bilanz aktualisiert, die Fortschritte dokumentiert und die Labelnutzung bestätigt.

2024

Treibhausgasbilanz

Product image

Die Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks des Unternehmens erfolgt in Orientierung an international anerkannten Standards zur Treibhausgasbilanzierung. Berücksichtigt werden diejenigen Emissionsquellen, deren Datengrundlagen derzeit verfügbar und mit vertretbarem Aufwand erfassbar sind. Auf dieser Basis wird ein erster Überblick über die wesentlichen Emissionstreiber des Unternehmens geschaffen. Im Rahmen dieser Bilanz werden folgende Kategorien abgebildet:

 

  • Wärmeverbrauch

  • Stromverbrauch/Fernwärme

  • Fuhrpark

  • Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen

  • Arbeitswege der Arbeitnehmer

  • Homeoffice

  • Verbrauchsmaterial im Büro

  • Wasser- und Abfallaufkommen

  • IT-Hardware

 

Die vorliegende Bilanz erhebt noch nicht den Anspruch, sämtliche Emissionen vollständig abzubilden, schafft jedoch eine belastbare Grundlage, die in den kommenden Jahren durch die sukzessive Integration weiterer Kategorien systematisch ausgebaut wird

Umgesetzte und geplante
Maßnahmen

Um seine Treibhausgasemissionen zu senken, hat das Unternehmen erste Maßnahmen realisiert und weitere eingeplant.

Unterstützte Klimaschutzprojekte

Das Unternehmen unterstützt ausgewählte Klimaschutzprojekte finanziell, basierend auf den Ergebnissen der eigenen CO₂-Bilanz. Gefördert werden Projekte in Höhe der Emissionen aus Scope 1, Scope 2 sowie der in der Vergabegrundlage definierten Scope-3-Kategorien. Alle Projekte entsprechen etablierten internationalen Standards wie Gold Standard, Verra (VCS) oder vergleichbaren Zertifizierungen, wodurch ihre Wirkung nachvollziehbar, überprüfbar und wirkungsvoll sichergestellt ist.

Anzahl der Zertifikate:

  • 30 (jeweils 1 t CO₂e pro Zertifikat)

Geförderte Projekte:

Bestätigung der Stilllegung

Vergabegrundlage

Die Zertifizierung erfolgt auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München. Sie definiert die Anforderungen an die Treibhausgasbilanz, den Reduktionsplan, den bilanziellen Ausgleich verbleibender Emissionen sowie den Ablauf des Zertifizierungsverfahrens.

Die eingereichten Daten, Unterlagen und Nachweise werden in einem standardisierten Verfahren geprüft. Zusätzlich wird das Zertifizierungssystem regelmäßig durch unabhängige Dritte überwacht.

Fragen zur Zertifizierung:

„Klimaneutrales Unternehmen“ ist eine Zertifizierung im Rahmen der Initiative Klimaschutz Holzindustrie des HDH, umgesetzt von der Gesellschaft für Klimaschutz. Sie richtet sich an Unternehmen der Holzbranche, die ihre Treibhausgasemissionen umfassend bilanzieren, reduzieren und einen finanziellen Beitrag in Klimaschutzprojekte leisten.

Mindestens alle zwei Jahre wird dafür eine Treibhausgasbilanz nach dem Greenhouse Gas Protocol erstellt (Scope 1, Scope 2 sowie ausgewählte Scope-3-Kategorien). Auf dieser Grundlage setzen die Unternehmen Reduktionsmaßnahmen um. In Höhe der verbleibenden Emissionen leisten sie einen finanziellen Beitrag in anerkannte internationale Klimaschutzprojekte.

Alle Details sind in der Vergabeordnung beschrieben.

Die Bilanzierung erfolgt nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHGP). Erfasst werden alle Treibhausgase (CO₂, Methan, Distickstoffoxid, fluorierte Gase) aus Scope 1 (direkte Emissionen), Scope 2 (eingekaufte Energie) und ausgewählten oder allen Scope-3-Kategorien entlang der Wertschöpfungskette. So wird die Klimawirkung des Unternehmens abgebildet.

Je nach Bilanzierungsumfang können bestimmte Scope-3-Kategorien (z. B. Rohstoffe, Vorprodukte, nachgelagerte Aktivitäten) ausgeschlossen sein. Dies wird transparent ausgewiesen.

Mindestens alle zwei Jahre wird die CO₂-Bilanz erneuert.

Die Maßnahmen von Staaten allein reichen voraussichtlich nicht aus, um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Unternehmen können sich zusätzlich engagieren, indem sie einen finanziellen Beitrag in internationale Klimaschutzprojekte leisten.

Diese Projekte erzeugen nachweislich Emissionsminderungen oder -entnahmen, zum Beispiel durch erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder Aufforstung. Die Stilllegung der erworbenen Zertifikate wird in internationalen Registern dokumentiert. Die Qualität wird durch anerkannte Standards wie Gold Standard oder Verra (VCS) sichergestellt.

Weitere Zertifizierungen