CO₂-Speicherungim Holzbau

Gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) bringen wir Unternehmen aus Holzbau und Holzbauprodukten zusammen, um ein praxistaugliches Zertifizierungssystem für CO₂-Speicherung aufzubauen.

Wooden framework of a building under construction, set against a blue sky. HDH logo in the corner.

Warum CO₂-Speicherleistung
künftig zählt.

Ohne CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre ist Klimaneutralität nicht erreichbar. Langlebige Holzbauprodukte binden Kohlenstoff über Jahrzehnte und erfüllen damit eine zentrale Voraussetzung für Carbon Removals im Produktkontext.

Gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Holzindustrie entwickeln wir im Rahmen des Carbon Removal Certification Framework (CRCF) ein Zertifizierungssystem, das diese Speicherleistung quantifizierbar und prüfbar macht.

Daraus ergeben sich konkrete Perspektiven für Unternehmen der Branche:

Close-up of a wooden building under construction with red scaffolding and metal beams extending from the structure against a clear sky.

Was sind Carbon Removals?

Carbon Removals sind CO₂-Entnahmen aus der Atmosphäre mit anschließender Speicherung über einen relevanten Zeitraum. Entscheidend sind Dauerhaftigkeit, Transparenz und Prüfbarkeit der Bindung. 

Mit dem Carbon Removal Certification Framework, kurz CRCF, schafft die EU verbindliche Grundprinzipien für die Zertifizierung solcher CO₂-Entnahmen. Der Rahmen definiert unter anderem Anforderungen an zusätzliche Wirkung, langfristige Speicherung, transparente Quantifizierung und unabhängige Prüfung.

Ein Bestandteil des CRCF ist die CO₂-Speicherung in langlebigen Holzbauprodukten. Für Holzbau und Holzbauprodukte ist das relevant, weil Holz biogenen Kohlenstoff enthält, der zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen wurde. Wird Holz in Bauprodukten eingesetzt, bleibt dieser Kohlenstoff häufig über Jahrzehnte gebunden. 

Damit aus dem EU-Rahmen ein anwendbares Instrument wird, braucht es eine konkrete Methodik und ein strukturiertes ZertifizierungssystemGenau hier setzt das gemeinsame Projekt an. 

Construction worker in a yellow helmet and safety gear balancing on a wooden frame under a clear blue sky.

Unser Planfür die Branche.

Aufgrund der strategischen Bedeutung für die Branche entwickeln der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) und die Gesellschaft für Klimaschutz München die Grundlagen für ein solches System. 

Ziel ist der Aufbau eines praxisnahen Zertifizierungssystems für die Kohlenstoffspeicherung in Holzbau und Holzbauprodukten. Das System soll anschlussfähig an den europäischen Rahmen sein und in der Praxis umsetzbar bleiben. Es richtet sich an alle Branchenunternehmen, unabhängig von ihrer Unternehmensgröße.

Es soll: 

  • die CO₂-Speicherung von Holzbau und Holzbauprodukten quantifizierbar machen 

  • mit dem europäischen Rahmen kompatibel sein 

  • auditierbar und nachvollziehbar aufgebaut sein 

  • in der unternehmerischen Realität funktionieren 

Für Hersteller fehlt bislang häufig eine einheitliche Methodik, um die CO₂-Speicherung ihrer Produkte nachvollziehbar und vergleichbar darzustellen. Genau diese Lücke schließen wir gemeinsam mit der Praxis. 

Nicht abwarten. Mitgestalten.

Die Entwicklung erfolgt mit Praxisinput aus Unternehmen aus Holzbau und Holzbauprodukten. 

Projektpartner: 

  • bringen ihre Perspektive aus der Praxis ein 

  • spiegeln Umsetzbarkeit und Aufwand 

  • prüfen das eigene Produktportfolio im Hinblick auf Speicherleistung 

  • begleiten die Pilotierung des Systems 

Ziel ist eine Methodik, die fachlich belastbar ist und die Realität der Branche abbildet. 

Start der Entwicklungsphase ist 2026. 

So entsteht der Standard gemeinsam mit der Praxis.

Wir arbeiten in drei Phasen. Sie schaffen schnell Klarheit und ermöglichen anschließend eine saubere Pilotierung. So wird aus Feedback ein praxistauglicher Zertifizierungsprozess.

1
Input

Erfassung typischer Use Cases, Datenquellen und Unterlagen. Ergebnis ist eine erste Konzeptskizze mit realistischer Anforderungsdefinition.

2
Validierung

Entwicklung von Methodik- und Prozessentwürfen. In Feedbackrunden werden Umsetzbarkeit, Aufwand und Prüfbarkeit bewertet.

3
Pilotierung

Exemplarische Anwendung des Systems. Identifikation von Lücken und Finalisierung von Unterlagen und Prozessen.

Was ist Ihr nächster Schritt?

Wir wissen, dass jede Beratung einen anderen Ausgangspunkt hat. Ganz gleich, wo Sie gerade stehen: wir finden gemeinsam heraus, wie es sinnvoll weitergeht.

Das wollen unsere Kund:innen wissen:

Gemeint ist die prüfbare Quantifizierung von biogenem Kohlenstoff, der in Holzbau und Holzbauprodukten langfristig gebunden ist.

Nein. Der CRCF ist ein EU-Rahmen. Er legt Grundprinzipien fest, aber keine fertige Methodik für Holzbau oder Holzbauprodukte. Genau deshalb ist der Aufbau eines Zertifizierungssystems auf Produktebene jetzt relevant.

Beides. Im EU-Kontext ist die CO₂-Speicherung in Produkten zentral. Im Baukontext wird diese Speicherleistung jedoch häufig auf Gebäudeebene betrachtet. Ziel ist ein System, das die Produktebene sauber abbildet und anschlussfähig macht. 

Im CRCF-Kontext geht es um Speicherung über einen relevanten Zeitraum. Für Holzbau und Holzbauprodukte wird häufig eine Orientierung von mehr als 35 Jahren diskutiert. Die konkrete Ausgestaltung hängt von der EU-Methodik ab.

Ziel ist es, bereits in der Pilotphase CO₂-Zertifikate zu generieren, die wirtschaftlich genutzt werden können.

Nein. Für eine Projektpartnerschaft ist eine EPD keine Voraussetzung. Wichtig ist, dass typische Daten, Prozesse und Dokumente aus der Praxis eingebracht werden können. Das System soll so entwickelt werden, dass es in der Realität umsetzbar bleibt. 

Unternehmen aus Holzbau und Holzbauprodukten, die die Entwicklung eines Zertifizierungssystems aktiv begleiten wollen. Besonders sinnvoll ist eine Beteiligung, wenn Produkte langfristig im Baukontext eingesetzt werden. Teilnehmen können alle Branchenunternehmen, unabhängig von ihrer Größe.