Zertifiziert im Rahmen derInitiative Klimaschutz Holzindustrie
Zertifizierungsinformationen der Poppensieker & Derix GmbH & Co. KG

Zum Unternehmen
Poppensieker & Derix GmbH & Co. KG
Die DERIX-Gruppe setzt weltweit verschiedenste Holzbauprojekte, vom Flughafen über Hotels, Logistikhallen, Kitas oder Wohngebäude, um. Dabei ist Nachhaltigkeit ein Kerngedanke und eine feste Leitlinie des Familienunternehmens. Die DERIX-Gruppe nutzt ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, welches größtenteils aus Deutschland stammt. Des Weiteren engagiert sie sich für Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen, wie einem ressourceneffizienten Maschinenpark, E-Mobilität und einer nachhaltigen Energieversorgung. Thermische Energie generiert das Unternehmen komplett selbst durch die Verwertung von Kleinstabfällen. Der Strombedarf wird zu einem großen Teil durch die eigene Photovoltaikanlage und durch Ökostrom gedeckt. Zudem stellt das Unternehmen seinen gesamten Fuhrpark nach und nach auf E-Fahrzeuge um, welche mit dem überschüssigen Strom der PV-Anlage geladen werden. Die DERIX-Gruppe verfolgt außerdem einen Zero Waste-Ansatz, indem der Abfall durch effiziente Maschinen möglichst gering gehalten wird und anfallende Holzreste durch ein nachhaltiges Möbelunternehmen weiterverarbeitet werden.
Industriestraße 24, 49492 Westerkappeln
Holzverarbeitung
+49 (54 56) 93 03 – 0
info@derix.de
Label-Informationen

Klimaschutz Holzindustrie
W0211S22
Poppensieker & Derix GmbH & Co. KG
2022
31.12.2025

Was ist die Initiative Klimaschutz Holzindustrie?
Die Initiative Klimaschutz Holzindustrie ist ein Projekt des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH) und bringt Unternehmen der Holzindustrie in einem gemeinsamen Klimaschutzrahmen zusammen.
Im Rahmen der Initiative können teilnehmende Unternehmen die Zertifizierung „KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE - Eine Initiative des HDH. Teilnehmendes Unternehmen.“ erhalten. Die Zertifizierung folgt einem klar definierten Verfahren auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München.
Die Zertifizierung basiert auf einer unternehmensbezogenen Treibhausgasbilanz innerhalb definierter Systemgrenzen, die Festlegung und Verfolgung eines Reduktionsplans mit konkreten Reduktionszielen und Maßnahmen zur vorrangigen Vermeidung und Reduktion dieser Emissionen. Dafür durchläuft jedes Unternehmen ein unabhängiges Prüfverfahren.
Die Vergabegrundlage orientiert sich an international anerkannten Grundsätzen wie ISO 14068-1 und dem Greenhouse Gas Protocol. Die Zertifizierung wurde durch den TÜV SÜD extern geprüft und validiert.
Wie wurde zertifiziert?
Die Zertifizierung folgt einem klar definierten Verfahren. Grundlage sind die Treibhausgasbilanz und ein Reduktionsplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen zur vorrangigen Vermeidung und Reduktion der Emissionen.
Teilnahmeentscheidung
Das Unternehmen erklärt seine Teilnahme an der Klimaschutzinitiative und verpflichtet sich zu regelmäßiger Treibhausgasbilanzierung sowie zur Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen.
Treibhausgasbilanz
Die relevanten Emissionen aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 werden innerhalb der festgelegten Systemgrenzen erfasst.
Reduktionsplan
Das Unternehmen definiert Reduktionsziele und konkrete Maßnahmen einschließlich Verantwortlichkeiten und Zeiträumen. Der Reduktionsplan wird regelmäßig überprüft und fortgeschrieben.
Prüfung
Treibhausgasbilanz, Reduktionsplan und Reduktionsmaßnahmen werden in einem Prüfverfahren bewertet.
Labelvergabe
Nach erfolgreicher Prüfung erhält das Unternehmen die Zertifizierung, die Urkunde und das Recht zur Nutzung des Labels.
Rezertifizierung
Treibhausgasbilanz und Reduktionsplan werden mindestens alle zwei Jahre aktualisiert und erneut geprüft.
Treibhausgasbilanz
| Bereich | Emissionen (t CO₂e) | Anteil an Gesamtemissionen |
|---|---|---|
| Scope 1 | 48,94 | 7,12% |
| Scope 2 | 0,00 | 0% |
| Scope 3 | 638,64 | 92,88% |
| Gesamtbilanz | 687,58 | 100% |
Die Treibhausgasbilanzierung des Unternehmens erfolgte in Anlehnung an das international anerkannte Greenhouse Gas Protocol. Berücksichtigt wurden sämtliche Emissionen aus Scope 1 (direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie) sowie ausgewählte Kategorien aus Scope 3, die in den Vergabekriterien der Klimaschutzinitiative definiert und nachfolgend aufgelistet sind:
Verbrauchsmaterialien und Frischwasser
Papier- und Druckartikel
Kapitalgüter
Vorgelagerte energiebezogene Emissionen
Austauschlogistik
Abfallaufkommen im Unternehmen
Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen
Pendeln und Homeoffice der Arbeitnehmer
Vorprodukte, Dienstleistungen, Ein- und Ausgangslogistik, sowie nachgelagerte Aktivitäten wurden in dieser Bilanzierung noch nicht berücksichtigt.
Umgesetzte und geplanteMaßnahmen
Um seine Treibhausgasemissionen zu senken, hat das Unternehmen erste Maßnahmen realisiert und weitere eingeplant.
Abgeschlossen
Umstellung Fuhrpark auf alternative Kraftstoffe, z.B. E-Mobilität
Abgeschlossen
Aufbau / Ausbau Eigenstromerzeugung
Abgeschlossen
Umbau der Drucklufteinleitung (breiter Rohrquerschnitt)
Abgeschlossen
Wechsel der Verpackungsfolien zu Folien mit hohem Recyclatanteil
Abgeschlossen
Förderung der E-Mobilität der Mitarbeiter durch Öffnung der Ladeinfrastruktur und Kontingent an kostenlosen Ladevorgängen für Mitarbeiter
Geplant
Zusätzlich zu den bereits installierten Messsystemen wird zum Sommer 2025 ein Energiemanagementsystem nach EN ISO 50001 eingeführt.
Geplant
Umstieg van fossilen Leimsystemen zu Leimsystemen mit hohem Bioanteil

Vergabegrundlage
Die Zertifizierung erfolgt auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München. Sie definiert die Anforderungen an die Treibhausgasbilanz und den Reduktionsplan, sowie die Bewertungskriterien als auch den Ablauf des Zertifizierungsverfahrens.
Das Zertifizierungssystem wird jährlich durch eine unabhängige Stelle überwacht. Dabei werden die Vergabegrundlagen und Prozesse vollständig überprüft.
Häufige Fragen zur Zertifizierung
Die Zertifizierung bestätigt, dass das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen systematisch erfasst, reduziert und transparent dokumentiert hat.
Die Mitgliedsunternehmen sind mit ihrer Mitgliedschaft Teil eines starken Branchennetzwerks und profitieren vom Austausch mit anderen Betrieben.
Berücksichtigt werden die Emissionen, die für die Klimabilanz des Unternehmens wesentlich sind. Dazu werden die relevanten Emissionskategorien aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 innerhalb der festgelegten Systemgrenzen ermittelt.
Der Reduktionsplan legt das Basisjahr, das Reduktionsziel, den Zielhorizont und die wesentlichen Maßnahmen des Unternehmens fest. Er wird regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. Der jeweils gültige Plan ist auf dieser Seite öffentlich zugänglich.
Die Treibhausgasbilanz, der Reduktionsplan und die dokumentierten Reduktionsmaßnahmen werden anhand der eingereichten Unterlagen in einem standardisierten Verfahren bewertet. Die Zertifizierungsentscheidung basiert auf den dokumentierten Prüfungsergebnissen.
Der TÜV SÜD überwacht das Zertifizierungssystem im Rahmen einer unabhängigen Prüfung. Dabei wird überprüft, ob die Anforderungen der Vergabegrundlage sowie die festgelegten Prüf- und Zertifizierungsverfahren ordnungsgemäß angewendet werden. Die Zertifizierung eines einzelnen Unternehmens erfolgt auf Grundlage der Vergabegrundlage und des dokumentierten Prüfverfahrens.
Die Zertifizierung ist zeitlich befristet. Spätestens nach zwei Jahren werden die Treibhausgasbilanz und der Reduktionsplan aktualisiert, der Reduktionsfortschritt überprüft und der bilanzielle Ausgleich erneut nachgewiesen.