Klimaneutrales Unternehmen im Rahmender Initiative Klimaschutz Holzindustrie

Zertifizierungsinformationen der Schulte Verpackungs-Systeme GmbH

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Unternehmen

Schulte Verpackungs-Systeme GmbH

Den nachhaltigen Versand von Industrieprodukten zu gewährleisten, ist die Mission der „Packmittel-Profis“. Mit 100 Mitarbeitenden entwickelt und fertigt das Familienunternehmen aus Hemer (NRW) seit über 100 Jahren Industrieverpackungen aus Holz und Holzwerkstoffen und bietet seiner Kundschaft zahlreiche Verpackungs- und Logistikdienstleistungen wie das seemäßige Verpacken und Containerstaus, sowie die Reparatur und den Mehrwegeinsatz der Verpackungen an. Denn im Idealfall werden Mehrweg-Verpackungslösungen realisiert, die durch ihre hochwertige Verarbeitungsqualität teilweise bis zu 70 Umläufe erzielen. „Wir haben Holzkisten für unsere Kunden im Mehrwegeinsatz, die bereits vor über 20 Jahren produziert wurden und noch immer genutzt werden“, erläutert der technische Leiter, Bernd Wallmeyer.

Hauptsitz

Amerikastraße 1, 58675 Hemer-Deilinghofen

Industrie

Herstellung von Möbeln, Sportgeräten, Spielwaren und sonstigen Erzeugnissen

Telefon

+49 23 72 55 88-0

Label-Informationen

Label:

Klimaneutrales Unternehmen

Prüfnummer:

V0101N23

Erstellt für:

Schulte Verpackungs-Systeme GmbH

Mitglied seit:

Seit 2021

Gültig bis:

31.12.2026

Aerial view of lush green mountains covered in mist, with winding roads and patches of sunlight on the landscape.

Was bedeutet klimaneutrales Unternehmen?

"Klimaneutrales Unternehmen" ist eine Zertifizierung im Rahmen der Initiative Klimaschutz Holzindustrie des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH), umgesetzt von der Gesellschaft für Klimaschutz München.

Sie folgt einem klar definierten Verfahren auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München.

Die Zertifizierung basiert auf drei Elementen: einer unternehmensbezogenen Treibhausgasbilanz innerhalb definierter Systemgrenzen, einem Reduktionsplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen sowie dem bilanziellen Ausgleich der im jeweiligen Bilanzjahr verbleibenden Emissionen durch die Stilllegung anerkannter Klimaschutzzertifikate. Dafür durchläuft jedes Unternehmen ein unabhängiges Prüfverfahren.

Die erklärte Klimaneutralität bezieht sich ausschließlich auf die innerhalb der Vergabegrundlage definierten Systemgrenzen. Sie bezeichnet einen bilanziellen Ausgleich und keine physische Emissionsfreiheit.

Die Vergabegrundlage orientiert sich an international anerkannten Grundsätzen wie ISO 14068-1 und dem Greenhouse Gas Protocol. Die Zertifizierung wurde durch den TÜV SÜD extern geprüft und validiert.

Wie wurde zertifiziert?

Die Labelvergabe folgt einem klar strukturierten Prozess. Von der Erstellung einer CO₂-Bilanz über die Definition von Reduktionsmaßnahmen, sowie die monetäre Unterstützung von Klimaschutzprojekten bis hin zur regelmäßigen Aktualisierung werden alle Schritte transparent gestaltet. So wird sichergestellt, dass das Label „Klimaneutrales Unternehmen“ für glaubwürdigen Klimaschutz und nachweisbare Fortschritte steht.

Teilnahmeentscheidung

Das Unternehmen verpflichtet sich zu regelmäßiger CO₂-Bilanzierung sowie zur Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen.

Erstellung der CO₂-Bilanz

Erfassung der Treibhausgasemissionen nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHGP) – inkl. Scope 1, Scope 2 und ausgewählter oder aller Scope-3-Kategorien.

Definition von Maßnahmen

Auf Basis der CO₂-Bilanz legt das Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Emissionsminderung fest. Diese Maßnahmen sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Initiative.

Prüfung und Freigabe

Die Bilanz und die Maßnahmenplanung werden anhand der Vergabekriterien geprüft und freigegeben.

Klimaschutzprojekte unterstützen

Das Unternehmen engagiert sich zusätzlich durch freiwillige finanzielle Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte. Diese Maßnahme ergänzt die eigene Klimastrategie.

Labelvergabe & Kommunikation

Nach erfolgreicher Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen erhält das Unternehmen das Label „Klimaneutrales Unternehmen“ und kann die Teilnahme sowie die Fortschritte transparent kommunizieren.

Regelmäßige Aktualisierung

Mindestens alle zwei Jahre wird die CO₂-Bilanz aktualisiert, die Fortschritte dokumentiert und die Labelnutzung bestätigt.

2023

Treibhausgasbilanz

BereichEmissionen (t CO₂e)Anteil an Gesamtemissionen
Scope 1121,8724,83%
Scope 200%
Scope 3368,8775,17%
Gesamtbilanz490,74100%

Die Treibhausgasbilanzierung des Unternehmens erfolgte in Anlehnung an das international anerkannte Greenhouse Gas Protocol. Berücksichtigt wurden sämtliche Emissionen aus Scope 1 (direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie) sowie ausgewählte Kategorien aus Scope 3, die in den Vergabekriterien der Klimaschutzinitiative definiert und nachfolgend aufgelistet sind:

  • Verbrauchsmaterialien und Frischwasser

  • Papier- und Druckartikel

  • Kapitalgüter

  • Vorgelagerte energiebezogene Emissionen

  • Austauschlogistik

  • Abfallaufkommen im Unternehmen

  • Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen

  • Pendeln und Homeoffice der Arbeitnehmer

Vorprodukte, Dienstleistungen, Ein- und Ausgangslogistik, sowie nachgelagerte Aktivitäten wurden in dieser Bilanzierung noch nicht berücksichtigt.

Umgesetzte und geplante
Maßnahmen

Um seine Treibhausgasemissionen zu senken, hat das Unternehmen erste Maßnahmen realisiert und weitere eingeplant.

Unterstützte Klimaschutzprojekte

Das Unternehmen unterstützt ausgewählte Klimaschutzprojekte finanziell, basierend auf den Ergebnissen der eigenen CO₂-Bilanz. Gefördert werden Projekte in Höhe der Emissionen aus Scope 1, Scope 2 sowie der in der Vergabegrundlage definierten Scope-3-Kategorien. Alle Projekte entsprechen etablierten internationalen Standards wie Gold Standard, Verra (VCS) oder vergleichbaren Zertifizierungen, wodurch ihre Wirkung nachvollziehbar, überprüfbar und wirkungsvoll sichergestellt ist.

Anzahl der Zertifikate:

  • 491 (jeweils 1 t CO₂e pro Zertifikat)

Geförderte Projekte:

Bestätigung der Stilllegung

Vergabegrundlage

Die Zertifizierung erfolgt auf Grundlage der veröffentlichten Vergabegrundlage der Gesellschaft für Klimaschutz München. Sie definiert die Anforderungen an die Treibhausgasbilanz, den Reduktionsplan, den bilanziellen Ausgleich verbleibender Emissionen sowie den Ablauf des Zertifizierungsverfahrens.

Die eingereichten Daten, Unterlagen und Nachweise werden in einem standardisierten Verfahren geprüft. Zusätzlich wird das Zertifizierungssystem regelmäßig durch unabhängige Dritte überwacht.

Fragen zur Zertifizierung:

„Klimaneutrales Unternehmen“ ist eine Zertifizierung im Rahmen der Initiative Klimaschutz Holzindustrie des HDH, umgesetzt von der Gesellschaft für Klimaschutz. Sie richtet sich an Unternehmen der Holzbranche, die ihre Treibhausgasemissionen umfassend bilanzieren, reduzieren und einen finanziellen Beitrag in Klimaschutzprojekte leisten.

Mindestens alle zwei Jahre wird dafür eine Treibhausgasbilanz nach dem Greenhouse Gas Protocol erstellt (Scope 1, Scope 2 sowie ausgewählte Scope-3-Kategorien). Auf dieser Grundlage setzen die Unternehmen Reduktionsmaßnahmen um. In Höhe der verbleibenden Emissionen leisten sie einen finanziellen Beitrag in anerkannte internationale Klimaschutzprojekte.

Alle Details sind in der Vergabeordnung beschrieben.

Die Bilanzierung erfolgt nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHGP). Erfasst werden alle Treibhausgase (CO₂, Methan, Distickstoffoxid, fluorierte Gase) aus Scope 1 (direkte Emissionen), Scope 2 (eingekaufte Energie) und ausgewählten oder allen Scope-3-Kategorien entlang der Wertschöpfungskette. So wird die Klimawirkung des Unternehmens abgebildet.

Je nach Bilanzierungsumfang können bestimmte Scope-3-Kategorien (z. B. Rohstoffe, Vorprodukte, nachgelagerte Aktivitäten) ausgeschlossen sein. Dies wird transparent ausgewiesen.

Mindestens alle zwei Jahre wird die CO₂-Bilanz erneuert.

Die Maßnahmen von Staaten allein reichen voraussichtlich nicht aus, um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Unternehmen können sich zusätzlich engagieren, indem sie einen finanziellen Beitrag in internationale Klimaschutzprojekte leisten.

Diese Projekte erzeugen nachweislich Emissionsminderungen oder -entnahmen, zum Beispiel durch erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder Aufforstung. Die Stilllegung der erworbenen Zertifikate wird in internationalen Registern dokumentiert. Die Qualität wird durch anerkannte Standards wie Gold Standard oder Verra (VCS) sichergestellt.

Weitere Zertifizierungen