ZertifizierungZirkuläres Produkt
Informationen zur Produktzertifizierung der Berliner Seilfabrik GmbH & Co.

Zum Unternehmen
Berliner Seilfabrik GmbH & Co.
Die Berliner Seilfabrik blickt auf eine lange Tradition zurück: Ihre Wurzeln liegen in einer 1865 gegründeten Seilfertigungsstätte für die Berliner Aufzugsindustrie. Die hohe Qualität der Seile erlangte früh weltweite Anerkennung. In den 1970er Jahren entwickelten wir die ersten Raumnetze als Kletterstrukturen und legten damit den Grundstein für unsere heutige Tätigkeit als internationaler Spielgerätehersteller und Komplettanbieter. Als inhabergeführtes Familienunternehmen in zweiter Generation mit Sitz in Berlin-Reinickendorf beschäftigen wir rund 150 Mitarbeitende, unterhalten eine Tochtergesellschaft in den USA und arbeiten mit einem starken Partnernetzwerk weltweit. Unsere hochwertigen, langlebigen Spielgeräte „Made in Berlin“ sind in 56 Ländern im Einsatz. Zahlreiche nationale und internationale Patente sowie unsere aktive Mitarbeit in Normenausschüssen unterstreichen unseren technologischen Anspruch, unsere Innovationskraft und unser Engagement für höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards.
Lengeder Straße 2/4, 13407 Berlin
Spielgerätehersteller
+49 (0)30 41 47 24-0
info@berliner-seilfabrik.com
Label-Informationen

Zirkuläres Produkt
G0112Z25
Berliner Seilfabrik GmbH & Co.
Greenville BAM
12.2025
12.2027

Was ist die Zertifizierung„Zirkuläres Produkt“?
Die Zertifizierung „Zirkuläres Produkt“ bewertet die Kreislauffähigkeit eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg.
Dabei werden fünf zentrale Parameter untersucht: Material, zirkuläres Design, Herstellung, Nutzung und End-of-Life. Das Ergebnis ist ein Zirkularitätsindex, der die Kreislauforientierung des Produkts quantifiziert, ergänzt durch eine separate Bewertung für jeden untersuchten Parameter. Zusätzlich wird die Klimawirkung des Produkts ermittelt, sowohl pro produziertem Kilogramm als auch pro Produkteinheit.
Die Zertifizierung bietet Unternehmen einen fundierten und strukturierten Einstieg in die Kreislaufwirtschaft und macht sichtbar, wo ein Produkt heute in Sachen Kreislaufwirtschaft steht.
Die Zertifizierung wurde durch den TÜV SÜD extern geprüft und validiert.
Zertifizierungsergebnisse
Die Zahlen im Dashboard zeigen, wie zirkularitätsorientiert und klimafreundlich das Produkt ist.
Zirkularitätsindex
Im Rahmen der Zertifizierung wurde das Produkt anhand von fünf zentralen Parametern bewertet: Material, Zirkuläres Design, Herstellung, Nutzung sowie End-of-Life.
Hinter jedem dieser Parameter stehen konkrete Anforderungen. Je mehr davon ein Produkt erfüllt, desto mehr Punkte sammelt es. Die Punkte werden ins Verhältnis zur maximal möglichen Punktzahl gesetzt und ergeben einen Prozentwert, der auf einen Blick zeigt, wie gut das Produkt in dem jeweiligen Bereich abschneidet.
Im Dashboard links sehen Sie die Ergebnisse: Für jeden Parameter wird der erreichte Wert in Prozent ausgewiesen.
Zusätzlich wird der sogenannte Zirkularitätsindex berechnet und im Dashboard oben rechts ausgewiesen. Er stellt das Verhältnis der erreichten zur maximal möglichen Punktzahl über alle Parameter hinweg dar und verdeutlicht damit die Kreislauforientierung des Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus.
Bewertete Bereiche im Detail:
Material
Materialherkunft
Zirkuläres Design
Materialeffizienz
Trennbarkeit
Demontierbarkeit
Modularität
Langlebigkeit
Herstellung und Produktionsprozess
Energiequellen
Abfallvermeidung und -verwertung
Nutzung
Wartungsfreundlichkeit
Reparierfähigkeit
End-Of-Life
Recyclingfähigkeit
Wiederverwendung/Refurbishment
Rücknahmesysteme
Produktbezogene Emissionskennzahlen
Neben der Zirkularität betrachtet die Gesellschaft für Klimaschutz München auch die Klimawirkung des Produkts. Im Dashboard sehen Sie dazu zwei Kennzahlen:
Anteilige Emissionen pro Kilogramm Produkt – also wie viel CO₂ bei der Herstellung von 1 kg Produkt entsteht
Anteilige Emissionen pro Produkteinheit – also wie viel CO₂ eine fertige Produkteinheit verursacht
Beide Werte geben an, wie viele Treibhausgasemissionen (in Kilogramm CO₂-Äquivalenten) im Durchschnitt bei der Herstellung des Produkts entstehen.
Alle Details zu den Anforderungen, Bewertungskriterien und den Berechnungen finden Sie in der Vergabegrundlage.
Darauf lohnt sichein Blick
Bei der Zertifizierung des Produktes verdienen insbesondere folgende Aspekte besondere Beachtung:
Wie wurde zertifiziert?
Festlegung des Produkts
Gemeinsam wird festgelegt, welches Produkt oder welche Produktserie zertifiziert werden soll. Anschließend werden die geltenden Anforderungen gemäß der Vergabegrundlage erläutert.
Übermittlung der Produktinformationen & Nachweise
Das Unternehmen stellt alle relevanten Produktinformationen und Nachweise zur Verfügung, die anhand des bereitgestellten Prüfprotokolls bewertet werden.
Prüfung & Bewertung
Die eingereichten Unterlagen werden auf Vollständigkeit, Plausibilität und Richtigkeit geprüft. Bei fehlenden oder unklaren Angaben erfolgen entsprechende Rückfragen. Auf Basis des Prüfprotokolls werden anschließend die fünf Parameter der Kreislauforientierung bewertet, einschließlich der Berechnung des Zirkularitätsindex und der Klimawirkung des Produkts.
Ausstellung des Labels
Nach erfolgreicher Prüfung erhält das Unternehmen das Produktlabel, eine Urkunde sowie eine eigene Landingpage.
Rezertifizierung
Nach zwei Jahren wird die Zertifizierung erneut überprüft. Eine erneute Bewertung kann auch bei wesentlichen Änderungen am Produkt, an den eingesetzten Materialien oder an relevanten Produktionsprozessen erforderlich sein, um die Aktualität der Zertifizierung sicherzustellen.

Vergabegrundlage
Die Vergabegrundlage bildet die Grundlage für das Prüfprotokoll, anhand dessen die Beurteilung und Bewertung des Produkts erfolgt. Sie enthält alle Anforderungen sowie die Informationen und Nachweise, die für die Zertifizierung erforderlich oder gewünscht sind.
Die eingereichten Daten, Unterlagen und Nachweise werden anschließend in einem standardisierten Verfahren geprüft. Das Zertifizierungssystem selbst wird zudem regelmäßig durch unabhängige Dritte überwacht.
Fragen zur Zertifizierung:
Die Zertifizierung „Zirkuläres Produkt“ zeigt, wie kreislauforientiert ein Produkt bereits ist. Dafür werden fünf zentrale Parameter über den gesamten Lebenszyklus bewertet und in einem Zirkularitätsindex zusammengeführt. Zusätzlich wird die Klimawirkung des Produkts ermittelt.
Kreislaufwirtschaft wird für Unternehmen zunehmend relevant: Sie hilft, Ressourcen effizienter zu nutzen, Klimawirkungen zu reduzieren und neue wirtschaftliche Potenziale zu erschließen. Gleichzeitig wachsen regulatorische Anforderungen und die Erwartungen von Kunden und Geschäftspartnern.
Die Zertifizierung „Zirkuläres Produkt“ schafft dabei Orientierung. Sie macht den aktuellen Stand sichtbar, zeigt Entwicklungspotenziale auf und stärkt die Glaubwürdigkeit gegenüber relevanten Stakeholdern.
Nein, die Bewertung zeigt den Grad der Kreislauffähigkeit.
Im Rahmen der Zertifizierung wird der gesamte Lebenszyklus des Produkts bzw. der Produktserie geprüft. Bewertet werden die zentralen Parameter der Kreislauforientierung: Material, zirkuläres Design, Herstellung, Nutzung und End-of-Life. Zusätzlich wird die Klimawirkung des Produkts ermittelt. Die Zertifizierungsentscheidung basiert auf den dokumentierten Prüfungsergebnissen.
Der TÜV SÜD prüft das Zertifizierungssystem unabhängig und kontrolliert dabei, ob die Vorgaben der Vergabegrundlage sowie die definierten Prüf- und Zertifizierungsprozesse ordnungsgemäß umgesetzt werden. Die Überwachung bezieht sich auf die Vergabegrundlage, die eingesetzten Verfahren und mindestens zehn Prozent der im jeweiligen Berichtszeitraum getroffenen Zertifizierungsentscheidungen.
Die Zertifizierung eines einzelnen Unternehmens richtet sich nach den Anforderungen der Vergabegrundlage und erfolgt anhand des dokumentierten Prüfverfahrens.
Die Zertifizierung ist zeitlich befristet. Die Rezertifizierung erfolgt alle zwei Jahre oder bei wesentlichen Änderungen am Produkt, etwa am Design oder Material. Änderungen sind vom Unternehmen mitzuteilen und werden auf ihre Relevanz geprüft.